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Kommunale Entwicklungszusammenarbeit wichtiger denn je

Foto: (Geschäftsstelle des RGRE): Mitglieder des Ausschusses für kommunale Entwicklungszusammenarbeit aus Mitgliedsgemeinden, -städten und -kreisen des RGRE

Arbeit des Städtepartnerschaftsvereins in Berlin von Dominik Bems hervorgehoben.

Berlin/Rheine. Rheine tauscht sich im Ausschuss für kommunale Entwicklungszusammenarbeit des Rates der Gemeinden und Regionen Europas mit anderen Kommunen aus

Kriege, Fluchtbewegungen, die Folgen des Klimawandels und zunehmende Spannungen zwischen Staaten stellen die internationale Gemeinschaft vor große Herausforderungen. Umso wichtiger sind Zusammenarbeit, Dialog und konkrete Unterstützung über Grenzen hinweg. Auch auf kommunaler Ebene. Diese Botschaft stand im Mittelpunkt der Sitzung des Ausschusses für kommunale Entwicklungszusammenarbeit des Rates der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) im Gebäude der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Berlin. Dort diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Städten, Gemeinden und Kreisen über die Auswirkungen der aktuellen internationalen Entwicklungen auf die Kommunen, die Zukunft der Entwicklungszusammenarbeit sowie die Rolle kommunaler Partnerschaften weltweit.

„Gerade in einer Zeit, in der die internationale Ordnung zunehmend unter Druck gerät, dürfen wir internationale Zusammenarbeit nicht als Nebensache betrachten. Entwicklungszusammenarbeit und kommunale Außenpolitik schaffen  Perspektiven, stärken demokratische Strukturen und tragen dazu bei, Konflikte zu entschärfen, bevor sie weiter eskalieren“, erklärt Dominik Bems, der für die Stadt Rheine Mitglied des Ausschusses ist. Yeliz Bercht, Referatsleiterin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sagte: „die kommunale Selbstverwaltung in Deutschland ist unser Exportschlager in der Welt“. 

Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung kommunaler Partnerschaften. Städte und Gemeinden leisten weltweit einen wichtigen Beitrag beim Austausch von Wissen und Erfahrungen. Kommunen können Brücken schlagen, wenn Staaten auseinanderdriften, so Bems. Einen wertvollen Beitrag leistet dabei auch der Verein zur Förderung von Städtepartnerschaften in Rheine. Auch die Verbindung von humanitärer Hilfe und langfristiger Entwicklungszusammenarbeit spielte in der Sitzung eine wichtige Rolle. Während humanitäre Hilfe in Krisen und Katastrophen unmittelbar Leben rettet, schafft Entwicklungszusammenarbeit die Voraussetzungen für stabile Lebensverhältnisse und nachhaltige Entwicklung.

„Wer Fluchtursachen bekämpfen, Armut verringern und Frieden stärken will, muss internationale Solidarität konkret leben. Dazu gehört auch das Engagement von Städten und Gemeinden. Die aktuellen Krisen zeigen, dass wir mehr internationale Zusammenarbeit brauchen, nicht weniger“, betont Bems. Die Beratungen in Berlin machten deutlich, dass kommunale Entwicklungszusammenarbeit auch künftig ein wichtiger Baustein für eine friedliche, gerechte und nachhaltige Entwicklung weltweit bleibt.