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Musik überwindet jedes Hindernis

Chor Soalbate aus Rheine in Bernburg vom Stadtchor wundervoll aufgenommen

BERNBURG/RHEINE. War das nun der berühmte Sprung ins kalte Wasser? Oder gar ein musikalisches Blinddate? Als sich die Sängerinnen und Sänger des Stadtchores Bernburg und des Rheiner Chores Soalbate am Wochenende zum ersten Mal trafen, da wusste niemand so genau, was sie erwartete. Wenige Stunden später war klar: die gemeinsame Sprache der Musik überwindet jedes Hindernis. Und wenn die Chemie so stimmt, wie es die beiden Chöre beim gemeinsamen Konzert am Samstagabend in der traditionsreichen Bernburger Schlosskirche lebten und präsentierten, dann wird Musik wirklich zur Brücke zwischen Menschen, Städten und Kulturen.

50 Mitglieder des Chores und des Städtepartnerschaftsvereins hatten sich am Freitag mit dem Bus auf die Reise in die Partnerstadt gemacht. Die Einladung zum gemeinsamen Konzert anlässlich des Sachsen-Anhalt-Tages, der am Wochenende 170 000 Besucher in die Partnerstadt gelockt hatte, war im vergangenen September bei der Rheiner Straßenparty ausgesprochen worden. Der Stadtchor hatte die Möglichkeit, mit einem Partnerchor gemeinsam bei der Großveranstaltung aufzutreten. Der Städtepartnerschaftsverein hatte danach den Chor Soalbate angesprochen, ob er diese Einladung annehmen würde. Und nach einem kurzen Abstimmungsprozess kam ein klares „Ja“.

Der Samstagvormittag stand dann im Zeichen intensiver gemeinsamer Probenarbeit beider Chöre im wunderschönen Klostergebäude. Und dabei wurde schon klar: aus diesem Projekt kann etwas ganz Großes entstehen. Die Mitglieder des Stadtchores kümmerten sich von der Verpflegung bis zur Unterbringung wunderbar um die Rheiner Gäste. Und das Mittagessen im Kreuzgang unter den Weinreben des Blauen Bernburgers an einer langen Tafel war dann zugleich ein wunderbarer Treffpunkt zur Kommunikation.

Das Konzert fand dann in der traditionsreichen Schlosskirche St. Aegidien statt. Der imposante Kirchenbau war ein wunderschöner Ort für die Veranstaltung. Und das Eingangslied „Tage wie diese“ unter der Leitung von Ulla Vossenberg und Peter Kieser am Klavier „feiert jene seltenen, kostbaren Momente, in denen einfach alles stimmt – die Menschen, die Atmosphäre und das Gefühl, genau am richtigen Ort zu sein. Ich würde sagen; Passt!“, sagte Moderatorin Silvia Schröer zur Begrüßung.

Viel Applaus erhielt der Chor für die Stücke „Ich glaube“ (Udo Jürgens), „Wie schön du bist (Sarah Connor) und „Mad World“ (Tears for Fears). Das Lied „Viva la vida“ von Coldplay berichtet davon, dass wahre Größe nicht in der Macht liegt, sondern in der Menschlichkeit. „War gäben wir alle darum, wenn die Herrscher unserer Zeit zu dieser Einsicht gelangen könnten?“ fragte Silvia Schröer.

Der Stadtchor begeisterte neben vielen anderen anspruchsvollen Liedern mit afrikanischer Folklore, bei der das Publikum einbezogen wurden. „Amarula“ und „Il Paradisi“ sorgten für Begeisterung. Ein Höhepunkt war das gemeinsam gesungene Stück „Evening Rise“, bei dem Dirigent Ronny Strübing und Ulla Vossenberg gemeinsam dirigierten. „Das haben wir noch nie gemacht, aber es hat hervorragend geklappt“, berichteten beide anschließend strahlend.

Mit einem gemeinsamen Abendessen wurde die sehr gelungene Veranstaltung beendet. Aus Sicht des Chores Soalbate eine sehr bereichernde Erfahrung. Alle Chormitglieder waren beseelt von diesem erlebnisreichen Wochenende und dem harmonischen Miteinander der Mitglieder beider Chöre. Und so bedankt sich der Chor ganz herzlich bei allen, die dieses großartige Miteinander ermöglicht und unterstützt haben

Der Stadtchor Bernburg ist nun herzlich für ein Wiedersehen beider Chöre nach Rheine eingeladen. Termine wurden bereits besprochen, müssen jedoch noch abgestimmt werden. Dann würde der Stadtchor Bernburg vielleicht in der Reihe „So klingt Europa“, die der Städtepartnerschaftsverein im Jubiläumsjahr organisieren wird, zusammen mit dem Chor Soalbate an einem zentralen Ort auftreten. www.friendsineurope.com