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Lebendig. Leistungsstark. Engagiert

Der Vorstand um den Vorsitzenden Reiner Weltmann (r.). Fotos: Schrief

Städtepartnerschaftsverein Rheine präsentierte sich bei seiner Jahreshauptversammlung in bester Verfassung

RHEINE. Lebendig. Leistungsstark. Engagiert. Der Städtepartnerschaftsverein Rheine präsentierte sich am vergangenen Freitagnachmittag bei seiner Jahreshauptversammlung in bester Verfassung. 

Lebendig, weil „unsere Städtepartnerschaften nicht nur auf dem Papier existieren, sondern mit Leben gefüllt sind“, wie stellvertretender Bürgermeister Karl-Heinz Brauer beim Grußwort dem Vereinsvorstand und den Mitgliedern bescheinigte.

Leistungsstark, wenn es darum geht, den Partnern in Europa in der Not Unterstützung zukommen zu lassen. Das gilt einerseits für das Ukraine-Engagment des Vereins seit Beginn des russischen Angriffskrieges im Februar 2022. Insbesondere aber aktuell nach der verheerenden Unwetterkatastrophe, die Ende Januar gewaltige Schäden in der portugiesische Partnerstadt Leiria verursacht hat. „Unterm Strich beläuft sich die Schadenssumme bei unseren Freunden in Portugal wohl zwischen 1,5 bis 2 Milliarden Euro“, sagte Partnerschaftsvereins-Vorsitzender Reiner Wellmann und stützte sich auf aktuelle Zahlen vom Bürgermeister in Leiria, Gonçalo Lopes. Rund 12.000 Euro Spenden, die der Städtepartnerschaftschaftsverein über die Rheiner Bürgerschaft generiert hat, werden jetzt in Absprache mit dem Bürgermeister von Leiria in den Wiederaufbau des Sportclubs Ginasio Club Acrotum des Leiria investiert. Allein 3600 Spenden-Euro hat der Städtepartnerschaftsverein beim Benefizkonzert „Rheine hilft Leiria“ mit dem Chören Soalbate, Cantus Reni und den Jekits-Kinderchören am 1. März in der Dionysiuskirche erzielt. „Eine tolle Veranstaltung, die Rückmeldungen waren durch die Bank positiv“, sagte Wellmann.

„Unsere Städtepartnerschaften existieren nicht nur auf dem Papier, sondern sind mit Leben gefüllt“, sagte stellvertretender Bürgermeister Karl-Heinz Brauer. Verantwortlich dafür sei das ehrenamtliche Engagement des Partnerschaftsverein Rheine.

Wer sich so ins Zeug legt, muss einfach Engagement an den Tag legen. Denn – das darf man nicht vergessen – alles, was der Städtepartnerschaftsverein auf die Beine stellt, ist pures Ehrenamt. Die meiste Last hat bei allen Projekten denn auch der Vorstand zu tragen. Und genau das haben die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung honoriert. In Worten: „Die Interessen unseres Vereins liegen bei diesem Vorstand in besten Händen“ (Kassenprüfer Engelbert Nagelschmidt) und mit eindeutigen Abstimmungsergebnissen bei den (Wieder-)Wahlen. Der komplette Vorstand, so wie die Ämter zur Wahl standen, fuhr unisono einstimmige Ergebnisse ein. Das galt für den Vorsitzenden Reiner Wellmann ebenso wie für die Beisitzer Winfried Hülsbusch (in Abwesenheit) und Gerd Cosse sowie die  Schatzmeisterin Ingrid Brauer. Neu ins Amt gewählt wurde Helena Willers als Kassenprüferin.

Und das Engagement geht weiter. In diesem Jahr kommt das Jugendblasorchester aus Rheines litauischer Partnerstadt Trakai am 9. April für eine Stippvisite nach Rheine – Unterkunft und Konzertgastspiel in der Stadtbibliothek organisiert der Städtepartnerschaftsverein. Am 19. April geht es wieder in Richtung niederländischer Partnerstadt Borne. „Borne op z’n Best“ steht auf dem Programm. Im vergangenen Jahr hat der Verein für die angesagte Veranstaltung zwei Busse füllen können. Im Juni geht es Richtung Osten an die Saale, wo der Besuch des Sachsen-Anhalt-Tages in der Partnerstadt Bernburg auf dem Programm steht. Zusammen mit den Kollegen aus Borne sollen in diesem Jahr Ideen und Konzepte vorgestellt werden, um die Partnerschaftsarbeit auch langfristig auf stabile Beine zu stellen. Junge Kräfte sind – wie in vielen Vereinen – auch bei den Partnerschaftsfreunden gefragt.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird indes der traditionelle Schüleraustausch mit Leiria – im wahrsten Sinne des Wortes – ins Wasser fallen. „Die Menschen in Leiria habe im Moment ganz andere Sorgen. Nach dem Unwetter wird saniert, erneuert, wieder aufgebaut – im Moment kann dort niemand sicher sagen, ob es überhaupt genug Familien gäbe, die Austauschschüler aufnehmen können“, erläuterte Wellmann. 

Wie sehr indes die Hilfe aus Rheine willkommen ist, hat Leirias Bürgermeister in einen Brief deutlich gemacht, aus dem Wellmann zitierte: „Im Namen der Stadt Leiria und in meinem eigenen Namen möchte ich der Partnerstadt Rheine meinen tief empfundenen Dank für ihre außerordentliche Solidarität in dieser für Leiria so schwierigen Zeit aussprechen. Die Solidaritätsinitiative, die sich in dem Konzert ‚Rheine hilft Leiria‘ manifestierte, sowie das Engagement der lokalen Bevölkerung sind eine Geste von großer menschlicher und institutioneller Bedeutung, die uns sehr ehrt und die Bande der Freundschaft zwischen unseren Städten stärkt.“