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Ein ereignis- und begegnungsreiches Pfingstwochenende

Städtepartnerschaftsvereins zu Gast bei Freunden in Bernburg und Trakai

BERNBURG/TRAKAI/RHEINE. Ein ereignis- und begegnungsreiches Pfingstwochenende liegt hinter den Mitgliedern des Städtepartnerschaftsvereins. Während die 14-köpfige Fahrradgruppe unter der Leitung von Engelbert Nagelschmidt am Samstag die Partnerstadt Bernburg an der Saale planmäßig erreichte, erlebte eine kleine Delegation in Trakai die Feiern zum 700-jährigen Jubiläum der Partnerstadt – und knüpfte dabei auch neue vielversprechende Kontakte. „Das war schon imposant, wie die Stadt Trakai dieses historische Jubiläum in Szene gesetzt hat“, berichtet Reiner Wellmann, Vorsitzender des Städtepartnerschaftsvereins.

In Bernburg wurde der Gruppe aus Rheine auf dem Karlsplatz ein großer Empfang beim traditionellen Rosenfest bereitet. Oberbürgermeisterin Sonja Ristow begrüßte die Radler herzlich und zeigte sich beeindruckt von der Leistung der Rheinenser. Sie hob die lange und intensive Partnerschaft zwischen beiden Städten hervor und betonte, dass die die Radtour der Rheinenser eine sportliche Demonstration dieser Verbundenheit sei. Anschließend lud sie die Teilnehmer der Radtour zu einem gemeinsamen Kaffeetrinken auf dem Karlsplatz ein und verweilte noch lange Zeit inmitten der Gäste aus Rheine.

Engelbert Nagelschmidt überreichte der Bernburger Bürgermeisterin ein Paar der neuen Rheiner Radlersocken. „Ich bin überglücklich, dass die Tour so gut gelaufen ist und dass es allen Teilnehmer so gut gefallen hat“, sagte Nagelschmidt. „Das war rundum gelungen. Ich habe die Tour schon vier mal gemacht, aber das war wirklich die schönste Tour von allen“, so Nagelschmidt. Richtig gefordert waren alle Radler im Raum Goslar auf der „Königsetappe“, wo ein Anstieg von 20 Prozent bewältigt werden musste….

Komplimente auch von Nico Gosselt vom Partnercomitee Borne, der mit seiner Frau Marjan mitgeradelt war. „Es war eine tolle Woche. Natürlich hatten wir zum größten Teil sehr gutes Wetter. Aber das wichtigste waren die Menschen, mit denen wir diese Reise gemacht haben. Während der ganzen Woche waren alle von früh morgens bis spät in die Nacht in bester Stimmung,“ so Gosselt, der in Borne auch Vorsitzender des Radsportvereins ist. „In den Niederlanden wird manchmal behauptet, dass die Menschen in Deutschland einen schlechten Sinn für Humor haben. Aber wir können jetzt sagen, dass das nicht stimmt. Wir haben wirklich viel zusammen gelacht“, fügt er augenzwinkernd hinzu.

Besonders lobte er die Organisation durch Engelbert Nagelschmidt: „Das war wirklich perfekt. Die Unterkünfte waren abwechslungsreich und immer wieder überraschend“.  Betreut wurde die Gruppe übrigens durch die beiden Helfer Karl Laschitz und Manfred Noack, die an den vereinbarten Pausenplätzen immer eine Stärkung vorbereitet hatten und so entscheidend mit zum Gelingen der Tour beitrugen. Positiver Nebeneffekt für den Städtepartnerschaftsverein: Alle Teilnehmer waren für das Stadtradeln angemeldet und sorgten so dafür, dass der Verein in der Gesamtwertung sehr positiv dasteht.

In Trakai nahmen am Wochenende zeitgleich Bürgermeister Peter Lüttmann, Reiner Wellmann und Winfried Hülsbusch vom Vorstand des Städtepartnerschaftsvereins an der 700-Jahr-Feier teil. Das Fest begann am Freitagabend mit der Unterzeichnung der Städtepartnerschaft mit Schönebeck – übrigens eine Nachbarstadt von Bernburg. Am Samstag fand die traditionelle Parade statt. Daran nahmen auch Delegationen von Partnerstädten aus Aserbeidschan, Georgien, der Türkei, Polen und Deutschland teil. Höhepunkt war am Abend eine Lasershow vor der Kulisse der historischen Inselburg – unterstützt von Drohnen und anderen Effekten. Gleichzeit lief vor vielen tausend Zuschauern ein Musikkonzert auf der Bühne am Galvesee.

Bezeichnend für die aktuelle Situation ein Redebeitrag des Vertreters Aserbeidschans, der Litauen als Musterbeispiel für ein Land bezeichnete, in dem seit vielen Jahrhunderten viele Ethnien und Religionen friedlich miteinander leben. Der Städtepartnerschaftsverein Rheine sagte Trakais Bürgermeister Andrius Satevicius eine Unterstützung von weiteren 20.000 Euro für verschiedene Hilfsprojekte in der Ukraine bzw. für die Betreuung ukrainischer Flüchtlinge zu. Der wesentliche Teil wird für den Kauf von Medikamenten für Krankenhäuser in Iwano Frankiwsk und Luczk eingesetzt. „Wir sind sehr dankbar für die hohe Spendenbereitschaft und gleichzeitig froh, dass das Geld über unsere direkten Kontakte so zielgerichtet und sinnvoll eingesetzt werden kann“, sagte Reiner Wellmann im Gespräch mit Andrius Satevicius.                                       www.friendsineurope.com

Der Städtepartnerschaftsverein freut sich über weitere Unterstützung. Geldspenden können auf das Konto IBAN DE 65 4035 0005 0000 0642 53 unter dem Stichwort „Hilfe für die Ukraine“ bei der Stadtsparkasse Rheine überwiesen werden.