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„Rheine hilft Leiria“

Bei der Kirche „Unserer lieben Frau von der Menschwerdung“ ist der Glockenturm eingestürzt.

Spendenaktion für unsere Partnerstadt in Portugal ist angelaufen

LEIRIA/RHEINE. Die Nachrichten aus der portugiesischen Partnerstadt bleiben schlimm: Bis zum Dienstag fehlte in fast allen Haushalten der Strom, das Leitungswasser lief nicht – und nun kommt nach der Katastrophe durch den Hurrikan „Kristin“ ein Dauerregen bis zum Sonntag. Da ein Großteil der Gebäude Schäden an den Dächern erlitten hat – die Reparaturarbeiten dürften noch Monate dauern – müssen nun vor allem ältere Menschen evakuiert und in warme Sammelunterkünfte gebracht werden. Seit Tagen stehen die Stadt Rheine und der Städtepartnerschaftsvereins Rheine in Kontakt mit der Stadtverwaltung in Leiria, um sinnvolle Hilfen auf den Weg zu bringen. Jetzt ruft der Städtepartnerschaftsverein zu Geldspenden auf ein Spendenkonto „Rheine hilft Leiria“ bei der Stadtsparkasse Rheine auf. „Städtepartnerschaft bedeutet nicht nur, miteinander zu feiern und einen Austausch zu pflegen. Gerade in Krisen und schwierigen Zeiten müssen Partnerstädte auch zueinander stehen und sich unterstützen“, sagt Reiner Wellmann, Vorsitzender des Städtepartnerschaftsvereins.

„Reeguer Leiria“ – Leiria wieder aufbauen – unter dem Motto läuft seit Tagen eine koordinierte Aktion, bei der vor allem Freiwillige von der Kommune in zahlreichen Teams koordiniert werden, die Schäden zu beseitigen. Kaum ein Baum ist stehen geblieben, es gibt zahllose Autowracks und Trümmerfelder in allen Straßen. Bilder, wie man sie eher aus Kriegsgebieten kennt. Viele wirtschaftliche Existenzen wurden vernichtet. „Das Leben in Leiria wird nach dieser Katastrophe nie mehr dasselbe sein wie vorher“, sagt Silvia Carreira aus der Stadtverwaltung. Aber man werde nun zeigen, dass Leiria lebt.

Im Moment hat Bürgermeister Goncalo Lopes Handwerkerteams aus der gesamten Umgebung um Hilfe gebeten. Es geht vor allem darum, die zahllosen Schäden an den Dächern vieler Häuser wieder instand zu setzen. Das wird in den nächsten Tagen bei dem Regenwetter aber auch schon wieder eine riesige Herausforderung. Viele dürften froh sein, wenn die Schadstellen mit Kunststofffolien irgendwie provisorisch bis zur Sanierung abgedichtet werden können. Das geht zum Beispiel nicht bei der Kirche „Unserer lieben Frau von der Menschwerdung“, deren Glockenturm eingestürzt ist. Das Dach selber ist schwer beschädigt. Und so sieht es an vielen Kirchen und Denkmälern aus.

Die Feuerwache von Leiria ist zerstört

Bürgermeister Peter Lüttmann hat in einem Brief an seinen Amtskollegen die Betroffenheit und Bestürzung zum Ausdruck gebracht, die diese Bilder in Rheine ausgelöst hätten. Da die Partnerstadt der Städte ein starkes Band sei, dass die Kommunen in guten wie in schlechten Zeiten verbinde, fragt Lüttmann nach konkreten Möglichkeiten, wie Rheine Hilfe leisten könne: „Lassen Sie es uns bitte wissen. Wir sind bereit zu helfen“. Nach ersten Kontakten deutet sich an, dass die Stadt Leiria sehr gut Unterstützung bei der Beschaffung von provisorischen mobilen Unterkünften gebrauchen kann.

Da der Städtepartnerschaftsverein Rheine gemeinnützig ist, kann er für Spenden auch Spendenbescheinigungen ausstellen. Die Spender werden gebeten, den Wunsch nacheiner Bescheinigung auf der Überweisung zu vermerken. „Rheine hilft Leiria“: IBAN DE 44 4035 0005 0000 0708 39