Schülerinnen und Schüler aus Rheine zu Besuch in der Partnerstadt
LEIRIA. Mit einem warmen und herzlichen Empfang hat die Stadt Leiria die 16 Schülerinnen und Schüler begrüßt, die seit Mittwoch am Schüleraustausch des Städtepartnerschaftsvereins teilnehmen. Auch eine Panne des Busses, mit dem die Jugendlichen des Gymnasiums Dionysianum, des Kopernikus-Gymnasiums und der Kaufmännischen Schulen vom Flughafen Lissabon abgeholt wurden, konnte die Stimmung nicht trüben. So fand das Kennenlernen schon einmal beim Buswechsel an einer Raststätte statt. „Stimmung und Wetter sind gut, der Kontakt zwischen den Jugendlichen ist hervorragend“, berichten die Begleiter des Städtepartnerschaftsvereins.
Ein Empfangskomitee der Gastgeber hatte die jungen Rheinenser an den beteiligten Schulen in Leiria begrüßt. Danach folgte die Aufteilung auf die Gastfamilien. Am Donnerstag lernten die deutschen Schülerinnen und Schüler das portugiesische Schulsystem kennen, nahmen am Unterricht teil und nahmen mit sichtlichem Engagement an einem Workshop „traditionelle Tänze“ teil. Da war der Auftakt schon einem glänzend gelungen.
Bei einem Empfang im Rathaus hieß Bürgermeister Goncalo Lopes die Gruppe aus Rheine unter der Leitung von Ildefons Kirfel und die gastgebenden Familien herzlich willkommen. Er gab einen kurzen Überblick über die Stadt, die Anfang des Jahres von einem Orkan erheblich verwüstet worden war. Die Stadt arbeitet jetzt noch an der Beseitigung der Millionenschäden. Besonders würdigte Lopes die Kontinuität des Schüleraustausches mit der deutschen Partnerstadt Rheine, die nun schon seit über zwei Jahrzehnten sehr erfolgreich läuft und schon mehr als 900 junge Menschen beider Länder miteinander verbunden hat.
Danach lernten die Jugendlichen die Stadt bei einem Stadtspiel und weiteren Programmpunkten näher kennen. Höhepunkt war ein Besuch des Wahrzeichens der Stadt, der historischen Burg. Der Blick von dem Gebäude, das ebenfalls bei dem Orkan Kristin sehr stark verwüstet worden war, auf die Stadt gab einen wunderbaren Rundumblick über die schöne Lage von Rheines Partnerstadt.
Ein interessanter Punkt war die Teilnahme an einer gemeinsamen Gymnastikstunde im Ginasio Acrotumb. Diese Einrichtung war ebenfalls erheblich zerstört worden. Der Städtepartnerschaftsverein hatte daraufhin Anfang des Jahres zu einer Hilfsaktion aufgerufen, unter anderem ein Benefizkonzert mit den Chören Soalbate und dem Rheiner Frauenchor in der Dionyskirche veranstaltet. Am Ende hat der Verein einen Reinerlös von 14000 Euro nach Leiria überwiesen. Die Stadtverwaltung hat sich dann entschieden, damit die Schäden am Übungsgebäude des Gymnastikclubs wieder instand zu setzen. Die Leitung des Clubs hatte schon im Frühjahr die Gäste aus Rheine eingeladen, um sich zu bedanken.
Das Wochenende stand ganz im Zeichen des persönlichen Kennenlernens. Die gastgebenden Familien luden die Jugendlichen aus Rheine zu Ausflügen und gemeinsamen Aktivitäten ein.
Weitere Programmpunkte bis zum Rückflug am Mittwoch: Besuch am einzigen Strand der Stadt Leiria in Pedrogao, Besuch im legendären Surfer-Ort Nazare und Besuch des Klosters Batalha. Nach dem sicher wieder lebendigen Abschiedsabend mit der Farewell-Party wird man sich Anfang Dezember in Rheine wiedersehen. Denn dann kommen die Schülerinnen und Schüler aus Portugal für eine Woche um Gegenbesuch. Ildefons Kirfel